Rhythmusstörungen

Leben und Herzrhythmus gehören zusammen. Da das Leben voller Bewegung ist, kann auch das Herz nicht wie ein Uhrwerk schlagen. Wenn wir uns freuen, wenn wir uns aufregen, schlägt es schneller, das wissen wir. Aber wir wissen auch, dass es Rhythmusstörungen gibt, die nicht nur lästig, sondern auch gefährlich sind. Die normale Herzschlagfolge, die normale Herzfrequenz im Alltag, liegt zwischen 60 und 100 pro Minute. Bei körperlicher Anstrengung kann der Puls ohne weiteres bis auf eine Frequenz von 160 bis 180 steigen. Dieser Anstieg des Pulses ist völlig normal. Aber: Krankhaft ist ein schlagartiges Umspringen des Pulses von einer normalen Herzschlagfolge auf eine sehr hohe oder sehr niedrige Herzfrequenz.

Wo liegt die Grenze nach unten? Nachts sinkt die Herzfrequenz ab und liegt bei vielen Menschen zwischen 45 und 55 pro Minute. Doch auch tiefere Herzfrequenzen können ohne krankhafte Bedeutung sein. Die untere Grenze zum krankhaften Befund liegt bei etwa 40 Schläge pro Minute.

Was sind Herzrhythmusstörungen? Man kann sie mit Fehlzündungen eines Motors vergleichen. Normalerweise bilden die elektrischen Taktgeber im Herzen regelmäßig ihre Impulse. Daher schlägt das Herz regelmäßig. Diese elektrischen Taktgeber sind störanfällig und Störungen (Fehlzündungen) können zu Extraschlägen führen. Die Taktgeber können auch in ihrer Funktion versagen, vorübergehend oder ganz, dann kommt es zu einer Verlangsamung der Herzschlagfolge. Dabei kann die Störung sowohl in den elektrischen Impulsgebern liegen als auch überall im Herzmuskel. Denn bei Herzkrankheiten kann der Herzmuskel selbst elektrische Aktivität entwickeln und zu fehlgebildeten Impulsen Anlass geben.

©Quellenhinweis: Broschüre "Herzrhythmusstörungen heute" der Deutschen Herzstiftung e.V.

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