Ernährung
Ernährung - nur nicht übertreiben
Nur Mut, eine besondere Diät brauchen Sie nicht einzuhalten. Nur mit grünem Gemüse sollten Sie etwas zurückhaltender sein; denn grünes Gemüse ist besonders reich an Vitamin K. Dieses Vitamin schwächt sozusagen als natürlicher Gegenspieler die Wirkung von Gerinnungshemmern ab.
Vitamin K
Es ist richtig, dass man mit der Ernährung den Marcumar-Bedarf und den INR-Wert beeinflussen kann. Das liegt daran, dass die Nahrungsmittel unterschiedliche Mengen von Vitamin K enthalten, welches für die Bildung der Gerinnungsfaktoren in der Leber erforderlich ist. Marcumar und ähnlich wirkende Medikamente sind sogenannte Vitamin K-Antagonisten, d.h. sie verdrängen das Vitamin K aus der Leber und führen dazu, dass weniger Gerinnungsfaktoren in der Leber gebildet werden.
Wenn Sie also sehr viel Salate oder andere grüne Gemüse pro Tag zu sich nehmen, nehmen Sie relativ viel Vitamin K auf. Dieses wird in die Leber transportiert und fördert dort die Bildung von Gerinnungsfaktoren. Je mehr Gerinnungsfaktoren gebildet werden, desto höher ist der Bedarf an Marcumar.
So ist zu erklären, dass eine Kost, die regelmäßig sehr reich an Vitamin K-haltigen Speisen ist, zu einem höheren Marcumar-Bedarf führt. Andererseits kann es die Tatsache erklären, dass bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, wenn die Patienten nichts oder nur sehr wenige Vitamin K-haltige Speisen zu sich nehmen, weniger Vitamin K in die Leber kommt, so dass weniger Gerinnungsfaktoren gebildet werden. Damit ist auch der Bedarf an Marcumar vermindert. Die Trinkmenge als solche, insbesondere wenn es sich nicht um Karottensäfte oder andere Vitamin K-haltige Säfte handelt, beeinflusst den Marcumar-Bedarf nicht. Insgesamt ist es sinnvoll, eine ausgewogene, auch Gemüse und Salate enthaltende Nahrung zu sich zu nehmen.
Das heißt nicht, dass Sie ab sofort kein grünes Gemüse mehr essen dürfen. Sie sollten lediglich vegetarische Übertreibungen vermeiden und insgesamt etwas zurückhaltender sein; mehr nicht. Wenn Sie eine Diät planen - sprechen Sie bitte vorher mit ihrem Arzt! Da zahlreiche Erkrankungen die Gerinnung des Blutes und somit die aktuelle Dosierung des Gerinnungshemmers verändern können, sollten Sie Ihren Arzt über jede auftretende Erkrankung sofort informieren und seinen Rat einholen. Ernähren Sie sich schlichtweg normal und vermeiden Sie Gewaltkuren zur Gewichtsreduktion. Unser Tipp - Probieren Sie es mal mit der sogenannten ” Mittelmeerkost “ - weniger Fleisch mehr Fisch.

